Wasserstrahlschneiden für Stahl

Wasserstrahlschneiden ist auch für Stahl perfekt geeignet

Stahl in seinen vielfältigen Varianten ist als basaler Werkstoff in unzähligen Industrien praktisch nicht wegzudenken. Oft erfordert er auf kleinstem Raum eine extrem präzise und vollkommen fehlerfreie Bearbeitung, um beispielsweise im Automobilbau, der Luft- und Raumfahrttechnik oder auch der Medizintechnik in Form von häufig winzigen Bauelementen seinen Dienst zu tun. Das Wasserstrahlschneiden ist nicht nur für relativ weiche Werkstoffe wie die meisten Kunststoffe oder Textilien, sondern auch für Stahl das perfekte Bearbeitungsverfahren. Warum das so ist und wie es im Einzelnen vor sich geht, erläutern wir hier etwas näher.

Wasser soll im Zweifelsfall durch mehrere Zentimeter dicken Stahl schneiden? Wer das als Laie erstmals hört, wird möglicherweise ungläubig den Kopf schütteln. Das Geheimnis, warum dieses Vorhaben dennoch problemlos zu bewerkstelligen ist, ist vor allem auf zwei Gegebenheiten zurückzuführen: Zum einen ist es der modernen Wasserstrahlschneidetechnologie ein leichtes, Wasser unter unglaublich hohem Druck von 6.000 bar und mehr zu einem Hochleistungs-Schneidewerkzeug zu verdichten. Und zum anderen ist das Wasserstrahlschneiden durch den Zusatz sogenannter Abrasive wie etwa Granatsand dazu in der Lage, auch sprichwörtlich harte Werkstoffe wie Stahl äußerst präzise zu durchschneiden.

Wasserstrahlschneiden verformt den Stahl nur dort, wo es gewollt ist

Auch wenn es aus den angeführten Gründen nicht unbedingt nachzuvollziehen ist: Der Werkstoff Stahl ist in gewisser Weise sehr empfindlich, wenn es um unbeabsichtigte Nebenwirkungen seiner Bearbeitung geht. Das liegt in erster Linie daran, dass alle anderen Schneidverfahren, wie zum Beispiel Plasmaschneiden, Lasern oder EDM, mit sehr hohen Temperaturen verbunden sind. In den sogenannten Wärmeeinflusszonen kommt es durch Anschmelzen zu wärmebedingten Verformungen, die vor allem bei sehr kleinteiliger Präzisionsarbeit zu ungenügenden Ergebnissen führt. Zumindest ist sehr oft eine aufwendige Nachbearbeitung notwendig. All dies entfällt bei der klassischen Kaltverformung durch das Wasserstrahlschneiden, welches den Stahl mit einer Teilgenauigkeit von bis zu 0.02 mm durchtrennt, ohne ihn in irgendeiner anderen Weise zu verformen.

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